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COIN-Projekt TEX2MAT genehmigt

COIN-Projekt TEX2MAT genehmigt
von Plastextron Admin > 03.09.2017 | 17:24

COIN-Projekt TEX2MAT genehmigt

Zwölf Projektpartner aus dem Textilnetzwerk PlasTexTron® (8 Unternehmen, 3 Universitäten, mit dem Kunststoff-Cluster KC (ecoplus) als Projektleiter) starten das FFG COIN-Projekt TEX2MAT "Entwicklung neuer Aufbereitungs-Methoden und Prozesse zum Recycling von Textilabfällen multi-materialer Zusammensetzung".

Ziel des Projekts TEX2MAT ist es, für gezielt ausgewählte Anwendungsbereiche einen ideal-typischen, KMU-tauglichen Ablaufprozess für qualitätsgesichertes, stoffliches Recycling von multi-materialen Textilabfällen zu entwickeln, um den Materialkreislauf vom Rohstoff zum Rohstoff zu schließen.


Mehr Informationen (auch als PDF rechts oben zum Download):

Entwicklung neuer Aufbereitungs-Methoden und Prozesse zum Recycling von Textilabfällen multi-materialer Zusammensetzung

Acronym: TEX2MAT

Die Kreislaufwirtschaft von Textilabfällen multi-materialer Zusammensetzung stellt eine der großen Herausforderungen der Textilbranche dar. Derzeit endet das Leben von Alttextilien nach der Entsorgung durch Deponierung oder Verbrennung. Gesellschaft und Gesetzgeber fordern daher zu Recht rasche technologische Lösungen für stoffliches Recycling dieser Abfälle, um Umwelt und Werkstoffressourcen zu schonen. Wesentlich verschärft wird die Problematik für diese KKMU/KMU-geprägte Branche in Österreich durch die hohen Wachstumsraten der Textilbranche und die starke Tendenz zu immer mehr „multi-materials“ Textil-Lösungen.

Ziel des Projekts TEX2MAT ist, für gezielt ausgewählte Bereiche (Arbeitskleidung, Handtücher, technische Vliese) der „multi-materials Textilabfälle“ einen ideal-typischen, KMU-tauglichen Ablaufprozess für qualitätsgesichertes, stoffliches Recycling zu entwickeln. Der Materialkreislauf soll vom Rohstoff zum Rohstoff geschlossen werden. Schlüsselelemente des neuen Prozesses sind erstmals von den wissenschaftlichen Projektpartnern eingebrachte neue Technologien und Methoden zur Trennung und Aufbereitung dieser Abfälle aus Polyester, Polyamiden sowie Mischgeweben. Die Trennung der Materialien wird mit einem neuen methodischen Ansatz von IFA/TU enzymatisch erfolgen. Die anfallenden Materialien werden charakterisiert und in Qualitätsklassen sortiert. Mittels Faseraufbereitungstechnologien, Granulierung/Compoundierung durch die Montanuniversität werden die dermaßen gewonnenen Rohstoffe der Verarbeitung zu Fasern oder Spritzgussteilen zugeführt. In 3 konkreten Case-Studies entsprechend den unterschiedlichen Stoffströmen wird der neue Prozess praktisch erprobt und die Tauglichkeit mit der Zielsetzung evaluiert, dass aus den getrennten Material-Abfällen neue 1A-Fasern bzw. neue 1A-Bauteile erzeugt werden können.

Erwartetes Hauptergebnis und gleichzeitig innovative Herausforderung liegen in der Entwicklung eines idealtypischen, KMU-tauglichen Ablaufprozesses, der die neuen Technologien der fermentationstechnischen Material-Trennung mit der Faser- und Kunststoffverarbeitung über Unternehmensgrenzen hinweg qualitätsgesichert kombiniert. Das gezielt zusammengesetzte Konsortium der Unternehmen entlang der gesamten Wertschöpfungskette vereint mit den wissenschaftlichen Partnern bringt die Kompetenzen mit, die erforderlich sind, um diese Herausforderung zu bewältigen. Vom Nachweis dieser Machbarkeit wird die gesamte Branche in Österreich nachhaltig profitieren.
 

© Text und Fotos:
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